„Study into the job“: Hochschulperle des Monats Juni geht an die FOM Hochschule

 

Viele junge Menschen halten in diesem Sommer wieder ihr Abiturzeugnis in der Hand. Diejenigen, die nun eine Ausbildung oder ein duales Studium beginnen wollen, haben es schwer. Denn Lehrstellen sind pandemiebedingt nach wie vor rar. Die FOM Hochschule hat deshalb das Sonderprogramm „Study into the job“ entwickelt. Der Stifterverband zeichnet das Programm mit der Hochschulperle des Monats Juni 2021 aus.

 

Die Hochschulperle Übergänge in Zeiten der Pandemie des Stifterverbandes geht im Juni an die FOM Hochschule. Ausgezeichnet wird das Sonderprogramm „Study into the job“ der privaten Hochschule, die deutschlandweit berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge anbietet. Das Programm ermöglicht es Abiturienten ausnahmsweise, ein duales Bachelor-Studium zu beginnen, auch wenn sie noch keinen Ausbildungsplatz, kein Volontariat, Traineeship oder Praktikum gefunden haben, und unterstützt sie bei der Stellensuche.

 

Während der Corona-Pandemie haben die Unternehmen in Deutschland die Zahl ihrer Lehrstellen zum Teil deutlich reduziert. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2020 fast zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als noch im Jahr zuvor. Das macht die Suche nach einem Ausbildungsplatz derzeit besonders schwierig. Im „Study into the job“-Programm bietet die FOM Hochschule unter anderem Bewerbungstrainings an, stellt Kontakte zu Unternehmen und Personalverantwortlichen her und gibt Einblicke in unterschiedliche Abteilungen innerhalb eines Betriebes.

 

Parallel dazu können die Schulabgänger bereits ihr Studium aufnehmen und verlieren so keine Zeit. Sobald sie dann einen Ausbildungsplatz gefunden haben, wechseln sie automatisch in das reguläre duale Bachelor-Studium. Da der Bachelor in der Regel 3,5 Jahre dauert, eine Lehre aber meist nur 2,5 Jahre, passen sich Lehre und duales Studium zeitlich sogar einander an.

 

„In der Pandemie-Zeit das Abitur abzulegen, ist für Schülerinnen und Schüler ohnehin eine große Herausforderung“, so die Jury des Stifterverbandes zu ihrer Entscheidung. „Wenn sie ihren Abschluss schließlich in der Tasche haben, wartet mit dem Übergang ins Studien- oder Berufsleben bereits die nächste Hürde. Die FOM Hochschule hat hierfür eine flexible Lösung entwickelt, die vorbildhaft ist.“

 

Mehr Informationen zum Sonderprogramm „Study into the job“ der FOM Hochschule: https://www.fom.de/studyintothejob

 

Was ist eine Hochschulperle?

Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die in einer Hochschule realisiert werden. Weil sie klein sind, werden sie jenseits der Hochschulmauern kaum registriert. Weil sie glänzen, können und sollten sie aber auch andere Hochschulen schmücken. Jeden Monat stellt der Stifterverband eine Hochschulperle vor. Aus den Monatsperlen wird einmal im Jahr per Abstimmung die Hochschulperle des Jahres gekürt.

Im Jahr 2021 sucht der Stifterverband Projekte zum Thema Übergänge in Zeiten der Pandemie. Sowohl Studienbeginn als auch Studienabschluss und Berufseinstieg sind derzeit eine besondere Herausforderung. Viele Hochschulen haben dafür originelle und neue Angebote entwickelt. Der Stifterverband will diese Initiativen und Ideen mit der Hochschulperle des Monats überregional sichtbar zu machen und andere Hochschulen inspirieren.

www.hochschulperle.de


Mercator-Professur 2018 an Altbundespräsident Joachim Gauck

Foto: Uni Duisburg-Essen
Foto: Uni Duisburg-Essen

Mehr als tausend Zuhörer folgten dem zweiten Vortrag von Altbundespräsident Joachim Gauck als Mercator-Professor der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 27. November am Essener Campus. Im Mittelpunkt stand der Staat der Bürger in Zeiten neuer Verunsicherungen.

 

Gauck beleuchtete zunächst den tiefgreifenden Wandel in Wirtschaft („Globalisierung“) und Gesellschaft („Digitalisierung“), aber auch die Zuwanderung. All dies habe vielfältige Ängste – vor Überforderung, drohendem Abstieg oder Orientierungslosigkeit – geweckt, die Populisten auszunützen verstünden.

 

„Doch statt diese Zukunftsvision als ein gefahrvolles Tal der Tränen auszumalen, sollten wir uns auf Veränderungen positiv einstellen und alle Menschen möglichst gut für sie wappnen, um jedenfalls einen Teil der Ängste zu verringern“, so Gauck. Es komme darauf an, das seelische Gleichgewicht zu behalten und das Vertrauen auf sich selbst: „Wir können das schaffen, auch weil wir ermächtigende Erfahrungen gesammelt haben, als wir Not und Krisen überwunden haben und das Land zu einem lebens- und liebenswerten Raum gemacht haben.“

 

Er warnte aber auch vor den Gefahren der Ungeduld: „Respektieren wir, dass Menschen, um sich mit dem Wandel anzufreunden, Zeit brauchen und Möglichkeiten der Einübung, ihn in ihr Leben zu integrieren. Leisten wir uns als Demokraten tatsächliche Debatten mit Andersdenkenden und vor allem Anderslebenden.“

 

Gauck appellierte an das Publikum, sensibel zu werden für die Perspektiven, Nöte und Sorgen der anderen und sie mit ihren Sorgen nicht den Populisten mit ihren einfachen Weltbildern zu überlassen. Die Last der Veränderung müsse gemeinsam getragen werden, sei es durch verstärkte (Weiter-)Bildung oder mehr bürgerschaftliches Engagement, etwa im Ehrenamt, „hier treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander und setzen ihre Leben in gemeinsame Beziehung zueinander.“