Ruhrbahn beginnt mit Umbau der SüdstreckeU-Bahn-Haltestellen werden barrierefrei!

 

Die sogenannte Südstrecke stellt die Hauptverbindung zwischen der Innenstadt und den Subzentren Rüttenscheid und Bredeney sowie der Essener Messe dar und ist eine der nachfragestärksten Strecken im Stadtgebiet. An einem typischen Werktag bewegen sich auf dem Ast von Essen Hauptbahnhof in Richtung Philharmonie, Rüttenscheider Stern etc.

in beiden Richtungen zirka 27.500 Fahrgäste.

 

Am 10. Dezember 2018, beginnen die Arbeiten für den barrierefreien Umbau des U-Bahnhofes Philharmonie. Er ist der erste Bahnhof der Südstrecke der umgebaut wird. Voraussichtliche Dauer: 18 Monate.

Bis zum Jahr 2021 folgen die U-Bahnhöfe Rüttenscheider Stern und Martinstraße. Ist der Umbau abgeschlossen, können dort Bahnen mit unterschiedlichen Einstiegshöhen halten. Zukünftig – geplant ist das Jahr 2022 – sollen die Bahnen der älteren Generation durch moderne Niederflurfahrzeuge ersetzt werden. Damit an diesen Tunnelbahnhöfen Stadtbahn- und Straßenbahnfahrzeuge barrierefrei verkehren können, findet eine Teilung der etwa 90 Meter langen Bahnsteige statt. Hier wird jeweils zirka ein Drittel des Bahnsteiges auf 24 Zentimeter abgesenkt, so dass Niederflurfahrzeuge halten können. Eine Rampe und Treppen verbinden den Niederflurabschnitt mit dem 92 Zentimeter hohen U-Stadtbahn-Bahnsteig. Für den Bahnhof Florastraße ist eine Aufschotterung der Gleise um zirka 58 Zentimeter vorgesehen, so dass auch hier eine Bahnsteighöhe von 24 Zentimetern entsteht.

 

Die Ruhrbahn GmbH investiert in das gesamte Umbau-Projekt rund 3,5 Millionen Euro. Rund 14 Millionen Euro finanziert der VRR aus Fördermitteln des Landes NRW. 

 

U-Bahnhof Philharmonie

Im U-Bahnhof Philharmonie werden die Bahnsteige auf einer Länge von zirka 37 Metern auf 24 Zentimeter über der Schienenoberkante abgesenkt. Im hinteren Bahnsteigbereich wird so die Barrierefreiheit für den Straßenbahnbereich erreicht. Das Absenken der Gleise im  Bahnsteigbereich der U-Stadtbahn um 10 Zentimeter von 82 auf 92 Zentimeter über Schienenoberkante, realisiert die Barrierefreiheit für den Hochflurbereich der U-Stadtbahn. Der Übergang zwischen den Bereichen Niederflur und Hochflur wird mittels Rampen und Treppen geschaffen.

Über vier Eingänge, Treppenabgänge und Fahrtreppen gelangen die Fahrgäste aktuell auf die Bahnsteige. Zukünftig wird der Zugang durch Aufzüge in beiden Fahrtrichtungen möglich sein. Mit dem barrierefreien Umbau wird auch die Brandschutztechnik erneuert und an das geforderte Sicherheitsniveau angepasst. 

 

Für den Fahrgast

Für den Fahrgast ändert sich während des Umbaus zunächst nichts. Die Arbeiten werden während des laufenden Betriebes und in der Betriebsruhe ausgeführt. Einschränkungen entstehen, wenn die Arbeiten für den Brandschutz beginnen. Darüber informieren wir gesondert im nächsten Jahr.

 

Historie

Ab 1967 erfolgt die schrittweise Verlegung der Straßenbahn von der RÜ und der Huyssenallee in die untere Ebene. Die erste unterirdische Kurzstrecke wird mit dem U-Bahnhof Saalbau am 5. Oktober 1967 eröffnet. 522 Meter lang waren damals die Essener Tunnelstrecken. Nachdem der Essener Saalbau zur Philharmonie umgebaut wurde, bekam der Bahnhof 2004 den Namen Philharmonie/Saalbau. Der Zusatz Saalbau entfiel dann zu einem späteren Zeitpunkt. Das dreigleisige Schienensystem der U-Bahnstrecke ermöglicht den Verkehr von Straßen- und U-Stadtbahnen.