Neujahrsempfang des Einzelhandelsverbandes Ruhr e. V.

Siegerehrung der Besten im EH mit Bestnote 1 - Minister Duin rechts gratulierte persönlich (Foto: EHV Ruhr e.V.)
Siegerehrung der Besten im EH mit Bestnote 1 - Minister Duin rechts gratulierte persönlich (Foto: EHV Ruhr e.V.)

 

Zum 52. Mal fand am 02.02.2016 in der Essener Philharmonie der traditionelle Jahresempfang des Einzelhandelsverbandes Ruhr e. V. statt, der damit zu den traditionsreichsten Wirtschaftsempfängen der Region zählt.

 

Im Rahmen der Veranstaltung verlieh Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen, dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Bessel für dessen besondere Verdienste für den Einzelhandel die Goldene Ehrennadel des Handels. Für Herrn Bessel, der unfallbedingt der Veranstaltung fernbleiben musste, nahm Hartmut Buhren, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verbandes die Auszeichnung entgegen.

 

 „Handel bedeutet Wandel! Diese althergebrachte Weisheit macht auch vor den Verbänden des Einzelhandels nicht halt!“ Mit diesen Worten beschrieb Gerd Lepges, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verbandes, die derzeit stattfindenden Veränderungen im Markenauftritt der gesamten Einzelhandelsorganisation und gab dabei bekannt, dass der für die Städte Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen zuständige Einzelhandelsverband Ruhr demnächst als „Handelsverband Nordrhein-Westfalen Ruhr e. V.“ firmieren wird.

 

Gerichtet an die hochrangigen Vertreter aus Politik und Verwaltung unterstrich Gerd Lepges, dass die Auswirkungen des e-commerce nicht allein den stationären Handel treffen. Letztlich gehe es auch um die Zukunft unserer Innenstädte und Stadtteilzentren. Das Schaffen von Einkaufserlebnissen sei das Hauptargument, um die Vorzüge des stationären Handels gegenüber dem Online-Einkauf herauszustellen. Lepges betonte, dass dies ohne gute verkehrliche Erreichbarkeit sowie die Gewährleistung von Sicherheit und Sauberkeit nicht gehe und mahnte Verbesserungen in der Region an.

 

Gerichtet an den Gastredner brachte Gerd Lepges seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass das versprochene Marktgesetz, von dem sich der Handel eine Angleichung der derzeit noch völlig unterschiedlichen Wettbewerbsbedingungen zwischen stationärem Handel und Neuwarenverkäufen auf sonntäglichen Trödelmärkten erwarte, immer noch auf sich warten lasse. Wenn sich die Clearingstelle, die von der Landesregierung als große Errungenschaft einer wirtschafts- und insbesondere mittelstandsfreundlichen Politik gefeiert wurde, eindeutig für den Erlass eines Marktgesetzes positioniert habe, dann aber dennoch nichts geschehe, müsse die Frage erlaubt sein, ob hier bloße Symbolpolitik betrieben werde.

 

„Standpunkte kann man vertreten und diskutieren! Dies aber dann bitte konsequent!“, so Lepges. Wenn man die Auffassung vertrete, dass vier verkaufsoffene Sonntage für den stationären Handel zu viel seien, könne man nicht auf der anderen Seite zwölf Neuwarenverkäufe auf sonntäglichen Trödelmärkten gut heißen. Genauso wenig sei es fair, den stationären Handel mit der Forderung, seine Registrierkassen manipulationssicherer zu machen, unter Generalverdacht zu stellen, dieses Thema bei den sonntäglichen Neuwarenverkäufen, wo nur „Bares Wahres“ sei, jedoch völlig auszuklammern.

In seinem Grußwort griff der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen die Forderung nach mehr Sicherheit und Sauberkeit auf und gab bekannt, an Essener Brennpunkten nunmehr  eine Null-Toleranz-Politik durchsetzen zu wollen.

 

„Zukunft des Einzelhandels – die digitale Herausforderung annehmen“ lautete der Titel der Gastrede, die in diesem Jahr von Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin gehalten wurde. Hierin äußerte der Minister großes Verständnis für die Enttäuschung der Händler hinsichtlich des ausgebliebenen Marktgesetzes. Er teile die Argumentation der Kaufleute voll und ganz und versprach, dass das Thema – wenn auch nicht in dieser Legislaturperiode – auf seiner politischen Agenda bleiben werde. „Wer ab 2017 mit der SPD regieren will, muss ein solches Marktgesetz verabschieden“, so der Minister.

 

Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen der Veranstaltung wieder die besten Auszubildenden des Einzelhandels aus der Region geehrt (siehe Foto oben). Die Auszeichnung nahm Manfred Burkowski, Mitglied im Vorstand des Einzelhandelsverbandes Ruhr, gemeinsam mit Wirtschaftsminister Garrelt Duin sowie dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen vor.

 

Zum Schluß bekannte Gerd Lepges einen „Rückfall in frühere ehrenamtliche Tätigkeiten“ und leitete nach Aufzug seiner Senatorenmütze mit einem „Dreifachen Essen HELAU! Us Möllm HELAU!! und Oberhausen HELAU!!!“ in den gemütlichen Teil des Abends über.

 


Industrie und Handelskammer (IHK):                                           Unternehmerdelegationsreise mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft - Wirtschaftskontakte in Lateinamerika ausgebaut

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) war als NRW-Schwerpunktkammer für Chile und Kolumbien in die Vorbereitung und Durchführung der Lateinamerikareise von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft - vom 22. bis 28. November 2015 in Begleitung von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und einer 30-köpfigen Unternehmer- und Wissenschaftsdelegation - eingebunden. Der Delegation gehörten neben IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel, IHK-Vizepräsidentin Heike Gothe in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführerin der Gothe & Co. GmbH, Mülheim an der Ruhr, stv. IHK-Hauptgeschäftsführerin Veronika Lühl auch weitere Unternehmensvertreter aus der MEO-Region an.

 

 

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Wirtschaftsminister Garrelt Duin verfolgten am 24.11.2015 in Santiago de Chile auf dem Messestand des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Deutsch-Chilenischen Wirtschaftstage, zusammen mit Veronika Lühl, stv. HGF IHK zu Essen, IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel und Juan Pablo Hess die Vertragungsunterzeichnung zwischen den Firmen Gothe und Multiconductores. Vorne: Heike Gothe und Geschäftspartner Marco Lucatelli (links) mit Maximiliano Silva von Multiconductores und Juan Ascorra.

Bildrechte: Land NRW / U. Wagner

 

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) war als NRW-Schwerpunktkammer für Chile und Kolumbien in die Vorbereitung und Durchführung der Lateinamerikareise von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft - vom 22. bis 28. November 2015 in Begleitung von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und einer 30-köpfigen Unternehmer- und Wissenschaftsdelegation - eingebunden. Der Delegation gehörten neben IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel, IHK-Vizepräsidentin Heike Gothe in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführerin der Gothe & Co. GmbH, Mülheim an der Ruhr, stv. IHK-Hauptgeschäftsführerin Veronika Lühl auch weitere Unternehmensvertreter aus der MEO-Region an.

Ziel der Reise unter dem Dach der Außenwirtschaftsfördergesellschaft NRW.International war es, die bereits guten Wirtschaftsbeziehungen weiter zu vertiefen und neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Auf dem Programm standen u. a. Unternehmensbesuche und das Zusammentreffen mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern in beiden Ländern. Dazu wurden Fachforen zu den Themen Bergbau, Energie, Infrastruktur und Anlagenbau durchgeführt – Bereiche, in denen die NRW-Wirtschaft eine ausgeprägte Expertise anzubieten hat.

Diese Foren wurden von IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel miteröffnet. In Santiago hob sie die besondere Bedeutung Chiles für ausländische Unternehmen als beliebten Testmarkt für Lateinamerika hervor. Sie würdigte zudem die sehr gute Zusammenarbeit der IHK zu Essen mit der deutschen Auslandshandelskammer in Chile (AHK Chile).

So gehört die IHK zu den Mitinitiatoren der „Deutsch-Chilenischen Wirtschaftstage“. Diese gingen im Oktober 2010 erstmals mit sehr großem Erfolg in Santiago de Chile an den Start - organisiert von der AHK Chile und unter Beteiligung der IHK mit einer großen NRW-Delegation. Im Oktober 2012 fand diese Konferenz erstmals in Deutschland in Essen statt: Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der AHK und sehr guter Resonanz.

Vor diesem Hintergrund gehörte die Teilnahme an den diesjährigen Deutsch-Chilenischen Wirtschaftstagen unter dem Motto „On the way to Industry 4.0“ zu den Höhepunkten des Besuchsprogramms in Chile; NRW zeigte hier als Partnerland Flagge. Die Konferenz mit über 500 Teilnehmern hat erneut gezeigt, dass das deutsche Interesse an Chile darauf abzielt, mit Know-how, Technologietransfer und angewandter Forschung zur Entwicklung des Landes beizutragen.

Im Vorfeld dieser Konferenz unterzeichnete Heike Gothe ein Kooperationsabkommen mit dem chilenischen Unternehmen MultiConductores. Ziel der Vereinbarung ist es, dass MultiConductores für Gothe als Distributor in Chile tätig wird. Gothe ist als Hersteller von Produkten, die Kabel bis 52 kV verbinden, international tätig. Heike Gothe: „Mit MultiConductores haben wir einen starken chilenischen Partner, der mit viel Erfahrung und mit einer engmaschigen Vertriebsstruktur in ganz Chile bekannt ist. Für die Zukunft ist angestrebt, den chilenischen Kunden eine Komplettlösung aus Kabeln sowie Verbindungs- und Verzweigungsgehäusen anzubieten.“

Zudem nahm die Delegation am Richtfest des Neubauprojektes der Dorstener Drahtwerke (DDD) in der Hauptstadt Santiago teil. Geschäftsführer Volker Tüshaus ist langjähriges Mitglied im IHK-Arbeitskreis „Lateinamerika“.
Ministerpräsidentin Kraft hob in ihrer Rede den Mut des Dorstener Unternehmens hervor und bezeichnete es als Best-Practice-Beispiel für den Mittelstand in NRW. Volker Tüshaus stellte vor allem den Faktor Mensch in Chile in den Vordergrund, der neben den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausschlaggebend für das weitreichende Engagement seines Unternehmens im Land ist. Die Dorstener Drahtwerke beschäftigen in Chile aktuell 48 Mitarbeiter, die Blechteile und Siebbeläge für die Steine- und Erdenindustrie produzieren.

In Kolumbien unterstrich IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel bei der Eröffnung des Fachforums „Kolumbien - Nordrhein-Westfalen", dass sich das Land im Aufbruch befinde und für die NRW-Wirtschaft sehr attraktiv sei. Dabei betonte sie, dass sich die Sicherheitslage in Kolumbien spürbar verbessert hat.

Ergänzend zum Wirtschaftsprogramm führten NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Wirtschaftsminister Garrelt Duin hochrangige politische Gespräche mit der chilenischen Staatspräsidentin Michelle Bachelet, dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos und mehreren Fachministern.

(v. l.): Rolf Schulze, deutscher Botschafter in Chile, Josep Jordi, Partner der DDD in Chile, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel, Geschäftsführer Volker Tüshaus, Stv. IHK-Hauptgeschäftsführerin Veronika Lühl und Rodolfo Saldias, Geschäftsführer der DDD Gruppe in Chile.

Bildrechte: DDD



IHK-Präsident Udo Dolezych aus Dortmund besucht mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Österreich

(v.l.) Prof. Dieter Hundt (Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, DHK), NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Udo Dolezych, Vizepräsident IHK NRW anlässlich der jährlichen Generalversammlung der DHK in Wien.  Foto: IHK Dortmund
(v.l.) Prof. Dieter Hundt (Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, DHK), NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Udo Dolezych, Vizepräsident IHK NRW anlässlich der jährlichen Generalversammlung der DHK in Wien. Foto: IHK Dortmund

Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besuchte Udo Dolezych, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, am 29. Oktober Österreich. Dolezych begleitete die Ministerpräsidentin in seiner Funktion als Vizepräsident von IHK NRW. Die Reise galt der Vertiefung der guten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen, der IHK-Region Dortmund und Österreich. Auf dem Programm standen u. a. der Besuch der 60. Generalversammlung der Deutschen Handelskammer in Österreich sowie Gespräche mit namhaften Unternehmen. Österreich zählt zu den zehn wichtigsten Handelspartnern Nordrhein-Westfalens. Die Exporte in die Alpenrepublik betrugen im vergangenen Jahr 8,3 Milliarden Euro, die Importe lagen bei 5,3 Milliarden Euro. Österreich importierte 2014 deutsche Produkte und Dienstleistungen im Wert von 56 Milliarden Euro, knapp 15 Prozent davon

(8,4 Milliarden Euro) kamen aus NRW. Jeder achte Österreicher in Deutschland lebt in NRW und rund 700 österreichische Unternehmen haben ihre deutsche Niederlassung in Nordrhein-Westfalen, davon alleine über 20 in der IHK-Region. Die größten sind Welser Profile in Bönen und voestalpine Böhler Welding in Hamm.